Was bringt mir eigentlich ein Workshop?

14.04.2018

Das war ein toller Workshoptag in einem Unternehmen in Bremen. Sagen die Teilnehmer und das entspricht auch meinem Gefühl. Wann bringt so ein Workshop eigentlich etwas? Macht es Sinn, Geld für einen Trainer auszugeben? Aus meiner Sicht, das wird niemanden verwundern, natürlich. Aber nur, wenn klar ist, was das Ziel ist.

 

 "Ich brauche mal einen Trainingstag für meine Mitarbeiter", so oder so ähnlich lauten oftmals die Anfragen, die mich erreichen. Am besten irgendwas mit Kommunikation, kommt dann auf meine Nachfrage. Nun - das könnte ich so machen. Irgendwas mit Kommunikation geht eigentlich immer. Nur macht das Sinn? Nein! Aus meiner Sicht ist das verbranntes Geld. Wenn man das so machen würde, kommt dabei etwas heraus, was in der Regel an den Bedürfnissen der Mitarbeiter und damit auch des Unternehmens komplett vorbeigeht. Und dann ist nicht nur das Geld weg, sondern wir stehlen uns gegenseitig auch noch Lebenszeit. 

 

Wenn mich so eine Anfrage erreicht, vereinbare ich zunächst einen persönlichen Termin für ein Vorgespräch. Mir geht es darum zu verstehen, warum der Bedarf nach einem Teamtraining überhaupt gesehen wird. Nach und nach wird in diesen Gesprächen dann deutlich, worum es wirklich geht. Reduzierte oder nicht zielgerichtete Kommunikation, Fehltage der Mitarbeiter, endlose Teambesprechungen ohne konkrete Ergebnisse oder auch Arbeit, die schlicht liegenbleibt. Auslöser sind zumeist Konflikte, die mehr oder minder unter der Oberfläche brodeln. 

Da sind wir dann beim Thema. Wenn es solche Konflikte gibt, dann macht es nur wenig Sinn, wenn ich mit einem Standardprogramm zum Thema Kommunikation oder Konfliktbearbeitung in ein Unternehmen gehe. Klar, dann gibt es Grundlagenwissen, ein paar Aktionen und alle sind erstmal zufrieden - nur an das Problem sind wir nicht herangekommen. Denn das, was ich dort gemacht dann gemacht habe, war zu abstrakt und hatte mit den Bedürfnissen von Unternehmensleitung und Mitarbeitern eher nur am Rande zu tun.

Mir ist wichtig, möglichst konkret darauf einzugehen, was die Mitarbeiter eines Teams in einen solchen Workshop mitbringen. Dazu bedarf es nicht nur eines ausführlichen Briefings für mich im Vorfeld, sondern auch ein großes Maß an Flexibilität. 

So wie gestern in einem Unternehmen in Bremen. Nach einer Stunde war klar, dass die Gruppe durchaus ein konkretes Thema hatte. Ohne in jedes Detail einsteigen zu müssen wurde mir deutlich, dass mein Plan für diesen Tag zweifellos gut war - aber nicht passte. Also Konzept ändern und darauf eingehen, welche Themen die Teilnehmer bewegen. So haben wir das dann auch gemacht. Das Feedback war gut und vermutlich wird sich schon mit dem Beginn der neuen Arbeitswoche etwas verändern. Ich freue mich schon darauf, in der kommenden Woche erneut vor Ort sein zu dürfen und zu hören, was sich alles bewegt hat.

 

 

 

  

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